Geburtsvorbereitung - alles was Du wissen muss
Geburtsvorbereitung – Alles, was werdende Eltern wissen sollten
Die Zeit der Schwangerschaft ist voller Freude, aber auch voller Fragen. Damit du bestens vorbereitet bist, findest du hier dein Guide für eine entspannte Geburt.
Arztbesuche & Mutterpass
Sobald du weißt, dass du schwanger bist, solltest du einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren. Dort erhältst du deinen Mutterpass, in dem alle wichtigen Informationen zur Schwangerschaft und deiner Gesundheit festgehalten werden. Regelmäßige Untersuchungen sind essenziell, um sicherzustellen, dass es dir und deinem Baby gut geht.
Hebamme – Deine persönliche Begleiterin
Eine Hebamme kann dich während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett unterstützen. Sie hilft bei Beschwerden, beantwortet Fragen und begleitet dich durch diese besondere Zeit. Suche dir am besten frühzeitig eine Hebamme, da sie oft schnell ausgebucht sind. Viele Hebammen bieten auch einen Geburtsvorbereitungskurs an. Das kann ich Dir nur wärmsten empfehlen. Dort wird Dir erklärt, was genau bei der Geburt passiert.
Geburtsvorbereitungskurs – Warum er so wichtig ist
Ein Geburtsvorbereitungskurs hilft dir, dich körperlich und mental auf die Geburt vorzubereiten. Dort lernst du Atemtechniken, Entspannungsübungen und bekommst wertvolle Infos über den Geburtsablauf. Auch dein Partner kann daran teilnehmen und erfährt, wie er dich bestmöglich unterstützen kann.
Es gibt verschiedene Arten von Geburtsvorbereitungskursen:
Klassische Geburtsvorbereitungskurse: Diese finden meist in einer Hebammenpraxis oder einem Krankenhaus statt. Dort erhältst du viele praktische Tipps zur Geburt, zum Wochenbett und zur ersten Zeit mit dem Baby.
Online-Geburtsvorbereitungskurse: Falls du zeitlich oder örtlich flexibel sein möchtest, bieten Onlinekurse eine gute Alternative. Du kannst sie bequem von zu Hause aus machen und in deinem eigenen Tempo lernen. Die Online-Kurse sind super, um sich noch einmal alle Infos in Ruhe anschauen zu können. Du bist also zeitlich und örtlich nicht gebunden.
Spezielle Kurse für Paare: Diese Kurse sind darauf ausgerichtet, auch den Partner intensiv einzubeziehen.
Intensivkurse: Falls du wenig Zeit hast, gibt es kompakte Wochenendkurse.
Ein Geburtsvorbereitungskurs nimmt dir Ängste, beantwortet Fragen und bereitet dich optimal auf die Geburt vor.
Hypnobirthing – Geburt in tiefer Entspannung
Hypnobirthing ist eine Methode, die auf Selbsthypnose und Tiefenentspannung basiert. Ziel ist es, die Geburt möglichst schmerzarm und entspannt zu erleben. Frauen lernen durch spezielle Atemtechniken, Visualisierungen und Affirmationen, sich während der Wehen zu entspannen und Angst abzubauen.
Vorteile von Hypnobirthing:
Weniger Schmerzen durch gezielte Entspannung
Reduziertes Stresslevel während der Geburt
Mehr Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit
Weniger medizinische Eingriffe nötig
Viele Kurse bieten Hypnobirthing als eigene Einheit an. Es gibt aber auch Onlinekurse und Bücher, die dir helfen, die Methode zu erlernen.
Ernährung & Bewegung
Eine gesunde Ernährung spielt eine zentrale Rolle während der Schwangerschaft. Dein Körper benötigt nun mehr Nährstoffe, um das Wachstum deines Babys optimal zu unterstützen. Achte besonders auf:
Folsäure (wichtig für die Entwicklung des Nervensystems, z. B. in grünem Blattgemüse und Hülsenfrüchten)
Eisen (wichtig für die Blutbildung, z. B. in Fleisch, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten)
Omega-3-Fettsäuren (fördern die Gehirnentwicklung des Babys, z. B. in fettem Fisch oder Leinöl)
Kalzium (wichtig für die Knochenbildung, z. B. in Milchprodukten, Nüssen und grünem Gemüse)
Vermeide rohe tierische Produkte (z. B. Sushi, Rohmilchkäse, Mett) und achte auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Ausreichend Wasser zu trinken (mind. 2 Liter täglich) hilft, Kreislaufprobleme und Wassereinlagerungen zu reduzieren.
Bewegung in der Schwangerschaft
Regelmäßige Bewegung ist essenziell, um Rückenschmerzen zu lindern, das Wohlbefinden zu steigern und die Muskulatur für die Geburt zu stärken. Empfohlene Aktivitäten sind:
Spaziergänge: Halten dich fit und fördern die Durchblutung.
Schwangerschaftsyoga: Verbessert die Haltung, stärkt die Muskulatur und hilft, Stress abzubauen.
Schwimmen: Entlastet die Gelenke und ist besonders angenehm bei Wassereinlagerungen.
Sanftes Krafttraining: Unterstützt die Körperstabilität und beugt Verspannungen vor.
Zusätzlich kann Akupunktur helfen, typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit oder Rückenschmerzen zu lindern und den Körper auf die Geburt vorzubereiten.
Kreißsaaltasche – Was muss mit?
Etwa vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin solltest du deine Kreißsaaltasche packen. Damit du nichts vergisst, hier eine detaillierte Packliste:
Wichtige Dokumente:
Mutterpass
Versichertenkarte
Personalausweis
Geburtsplan (falls vorhanden)
Für die Geburt:
Bequeme Kleidung (z. B. ein weites Shirt oder Nachthemd)
Warme Socken (gegen kalte Füße während der Wehen)
Haargummi oder Haarband
Lippenbalsam (trockene Lippen durch Atmung)
Massageöl oder Duftöl zur Entspannung
Für den Krankenhausaufenthalt:
Still-BHs und Stilleinlagen
Bequeme Kleidung für die Zeit nach der Geburt
Hausschuhe oder warme Socken
Bademantel und bequeme Unterwäsche
Toilettenartikel (Zahnbürste, Duschgel, Shampoo, Deo, Haarbürste, Feuchttücher)
Snacks und Getränke für dich und deine Begleitung
Handy und Ladekabel (mega wichtig für die ersten Fotos und Videos)
Für das Baby:
2-3 Bodys
Strampler und Mütze
Babysocken oder kleine Fäustlinge
Warme Decke oder Pucktuch
Windeln in Neugeborenengröße
Feuchttücher
Babyschale für den sicheren Heimweg
Mit dieser gut gepackten Tasche bist du bestens für die Geburt vorbereitet! Und glaube mir: Wenn es losgeht, die Wehen also einsetzen, wirst Du keine Zeit haben, irgendetwas zu packen. So war es bei unseren zweiten Tochter. Das ging alles so schnell, dass wir froh waren, es zum Krankenhaus geschafft zu haben.
Kinderzimmer & Erstausstattung
Die Einrichtung des Kinderzimmers ist ein schöner Teil der Vorbereitung. Neben einem Bettchen und Wickeltisch brauchst du auch Babybekleidung wie Bodys, Strampler, Mützen und Schlafsäcke. Eine Autoschale für das sichere Transportieren des Babys im Auto ist ebenfalls ein Muss.
Formalitäten nicht vergessen
Mitteilung an den Arbeitgeber: Spätestens drei Monate vor dem Mutterschutz solltest du deinem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen.
Mutterschaftsgeld: Bei der Krankenkasse kannst du Mutterschaftsgeld beantragen.
Elternzeit & Elterngeld: Plane deine Elternzeit und beantrage rechtzeitig das Elterngeld.
Vaterschaftsanerkennung bei Unverheirateten: Falls du nicht verheiratet bist, kann der Vater die Vaterschaftsanerkennung beim Standesamt oder Jugendamt beantragen.
Leistungen vom Jobcenter: Falls du finanzielle Unterstützung brauchst, kannst du beim Jobcenter verschiedene Hilfen beantragen. Du erhälst zum Beispiel einen Mehrbedarf Schwangerschaft und auch einen Zuschuss für Schwangerschaftsbekleidung. Sachen für das Baby, ein Kinderbett und sogar einen Autositz kannst Du dort auch beantragen.
Kinderarzt & Kitaplatz
Suche dir rechtzeitig eine Kinderarztpraxis, da viele Ärzte Wartelisten haben. Auch ein Kitaplatz sollte frühzeitig reserviert werden, besonders in Städten mit hoher Nachfrage. Und die Nachfrage ist mittlerweile überall hoch. Wir haben bereits vor der Geburt einen Kitaplatz beantragt.
Fazit
Eine gute Vorbereitung kann dir helfen, die Schwangerschaft entspannt zu genießen. Nimm dir Zeit für dich, gönne dir Pausen und vertraue darauf, dass du und dein Baby den richtigen Weg finden werden.